Betriebstypen für Handelsgeschäfte

Die heute üblichen Betriebstypen für Handelsgeschäfte jenseits der traditionellen Fachgeschäfte sind Discounter, Outlet, Fachmarkt, Multilabel Stores, Brandshops und Internet.

Jede dieser Betriebsformen lässt sich anhand der Parameter „Preis“ und „Qualität / Service“ definieren und positionieren. Jeder dieser Betriebstypen erfordert dann konsequenterweise bestimmte Standortqualitäten und notwendige Verkaufsflächen. Nur so kann der jeweilige Betriebstyp auch tatsächlich „funktionieren“. Ergänzt wird, dass ein Einkaufszentrum keinen Betriebstyp darstellt! Es handelt sich dabei vielmehr um eine Standort- oder besser gesagt Kundenfrequenz-Qualität, die wiederum für einige der hier angeführten Betriebstypen bestens geeignet ist.

Discounter

Der preisaggressivste Betriebstyp im Handel ist der Discounter, eingedeutscht auch Diskonter genannt. Hier werden Produkte zu günstigsten Preisen angeboten. Die Produkt- oder Servicequalität wird stark reduziert oder überhaupt eliminiert. Discounter bieten meist nur stark eingegrenzte Sortimente an („wenig Auswahl“), und große Verpackungseinheiten („viele Stücke“) demonstrieren die „Preiswürdigkeit“. Billige Eigenmarken ersetzen anerkannte teurere Markenprodukte. Wöchentlich wechselnde Zusatz-Sortimente („Computer im Lebensmittelmarkt“) locken Kunden in die Läden und werten das einfache Warenangebot auf. Das Angebot wird meist in spartanisch ausgestatteten Selbstbedienungsläden angeboten („Paletten-Verkauf“), Verkaufspersonal für Kundenberatung steht nicht oder nur stark eingeschränkt zur Verfügung. Stadtrandlagen oder Haupteinfahrtsstraßen der Städte mit großen Parkplätzen sind die häufigsten Standorte dieses Betriebstyps. Als neueste Entwicklung bieten erste Vertreter dieses Betriebstyps auch eigene Diskont-Tankstellen an.

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